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Frauenpower im Baugewerbe: Julia Obermaier

Frauen auf der Baustelle. Eine Seltenheit? Tatsächlich ist die Baubranche schon längst keine reine Männerdomäne mehr. Hier stellen wir deshalb wöchentlich eine Frau vor, die in einem unserer 3.100 Bau- und Ausbaubetriebe tätig ist. Von der Fliesenlegerin bis zur Straßenbauerin und von der Ausbildung bis zum eigenen Unternehmen – diese Frauen zeigen, wie vielfältig und chancenreich Bauberufe für alle sind!

Kurzinterview mit Maurer- und Betonbaumeisterin Julia Obermaier

Julia Obermaier arbeitet als Maurer- und Betonbaumeisterin bei der Franz Obermaier GmbH im oberbayerischen Forstern.

Was ist Ihr Lieblingswerkzeug oder Ihre Lieblingsmaschine und warum?

Der Hammer ist mein Lieblingswerkzeug, da ich das Kellerschalen unglaublich gerne mache. Ebenso das nachfolgende Betonieren  eine meiner absoluten Lieblingsaufgaben auf dem Bau.

Welche Momente im Berufsalltag bereiten Ihnen ganz besonders viel Freude?

Für mich ist das Schönste im Berufsalltag, zu sehen, wie viel ich täglich neu dazu lerne und meine Leistung weiter steigern kann. Toll ist auch, dass mir immer mehr Verantwortung anvertraut wird.

Welche Hürden haben Sie auf dem Weg zu Ihrem jetzigen Arbeitsplatz gemeistert?

Eine der anspruchsvollsten Hürden – neben dem kalten Wetter im Winter und den sehr heißen Sommern – war und ist es auch noch heute, sich als Frau in der Männerdomäne durchzusetzen.

Was muss sich verändern, damit mehr Frauen Ihren Beruf ergreifen?

Meiner Meinung nach ist das ein gesellschaftliches Problem, denn Frauen werden oft in diesem Beruf nicht sofort ernst genommen. Doch wie man sieht, werden wir Frauen immer stärker und können durch unseren Ehrgeiz unser Können beweisen.

Wo sehen Sie sich in fünf Jahren?

In fünf Jahren sehe ich mich im Masterstudium der Architektur – ein Bereich, der mich ebenfalls brennend interessiert und den ich eventuell später in den Familienbetrieb mit einbringen kann.

Maurer- und Betonbaumeisterin Julia Obermaier. Foto: privat